Hentenna für 6 Meter


Es ist Juni. Das 6-m-Band ist fast täglich offen. Ich brauche eine "richtige" Antenne für das 6-m-Amateurfunkband. Bisher habe ich mir einfach mit meinem Kurzwellendipol beholfen. Der geht auch, aber ...

Beim Stöbern im Internet fiel mir eine Antenne auf, die für das 6-m-Band häufig auftauchte: Hentenna. Sie ist auch im neuen Rothammel Antennenbuch zu finden. Dort wird folgende Aufbauzeichnung angegeben.

(Zeichnung folgt - siehe neuer Rothammel 13. Auflage, Seite 675)

Die Antenne ist schnell gebaut, wenn man genügend Aluminiumrohr hat. Ich hatte solches von einer alten Rundfunkantenne für VHF Band 1 (50 MHz). Ich habe daraus zwei Seiten mit je 3 m Länge und zwei Querrohre mit je 1 m Länge herausgesägt, an den Enden flach geklopft und zu einem Recht- eckrahmen zusammengeschraubt.

Im unteren Viertel habe ich einfach altes 75-Ohm-Kabel aus dem Fernsehbereich angeschraubt und gegen Eindringen von Wasser verklebt. Fertig. An einem schräg gespannten Seil habe ich sie am Mast hochgezogen.

Hentenna für 6 m

Mit einer Zusatzschnur verhindere ich, dass sie sich im Wind drehen kann. Durch Versetzen des unteren Befestigungspunkt kann ich sie um mehr als 90 Grad drehen, was ja vollkommen ausreicht, weil das Richtdiagramm ja einer 8 entspricht. Hängt sie beispielsweise in N-S-Richting, strahl sie Ost-West mit einem Öffnungswinkel von zirka 90 Grad.

DXMAPS 50 MHz
Typische Bandöffnung im Juni auf 6 m

Man sieht einen Schnittpunkt der roten Linien über Norditalien. Von Westdeutschland funktioniert es dann nach Süditalien und Malta. Das Reflexionsfeld (Die E-Schicht) muss auf halber Strecke liegen, denn diese Schicht wirkt wie ein Spiegel. Soeben (7.Juni) habe ich drei Stationen aus Süditalien und eine aus Malta gearbeitet. 

... die Signale sind mit dieser Antenne 10 bis 20 dB stärker als mit meinem Kurzwellendipol.

Übrigens: Nach der 6-m-Saison kommt die Antenne dann wieder runter.



Letzte Bearbeitung dieser Seite: 9. Juni 2014